Präambel

Unsere Genossenschaft in Gründung ist ein Zusammenschluss von Menschen, die soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt und ökologisches Wirtschaften in der Gesellschaft mitgestalten wollen.

Demokratie, Eigeninitiative, Selbstverwaltung und Solidarität sind zentrale ideelle Werte der Genossenschaft. Grundsätzlich ist die Genossenschaft frei von einer politischen und religiösen Weltanschauung. Weder von der Genossenschaft noch von den Mitgliedern darf eine Benachteiligung einzelner Mitglieder aufgrund Religion, Geschlecht oder Nationalität ausgehen

 

Die Genossenschaft versorgt ihre Mitglieder mit Arbeits-, Wohn- und Geschäftsräumen zu möglichst niedrigen Kosten. Durch diese Rahmenbedingungen fördert sie die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen und Existenzgründungen. Unter dem Leitsatz »Gewerbe und Wohnen trägt Kultur« übernimmt die Genossenschaft eine kulturfördernde Funktion.

 

Die Genossenschaft will allen eine Plattform bieten, die in den Bereichen Kunst, Musik, Literatur und Theater, alternativem Journalismus, ökologischen und Eine Welt Projekten sich einbringen möchten, immer mit dem Ziel, die solidarische Entwicklung unseres Gemeinwesens zu unterstützen.
Die Ziele, Werte und Inhalte der Genossenschaft sind in der Konzeption »Projekt Papierfabrik« festgeschrieben und stellen die Grundlage für die Arbeit der Genossenschaft dar.

 

Um ihre Ziele zu verwirklichen strebt die Genossenschaft an, Eigentum zu erwerben dem Grundgedanken verpflichtet “Gemeinsam Eigentum schaffen in Solidarität”. Zur Förderung dieser Ziele betreibt die Genossenschaft bzw. ihre Mitglieder eigene Betriebe.

 

Die Genossenschaft ist grundsätzlich offen für neue Geschäftsideen, die von den Mitgliedern eingebracht werden und in die Gründung von neuen Betrieben münden.

 

Die Wahl der Unternehmensform einer eingetragenen Genossenschaft ist im Zusammenhang mit den Zielen von besonderer Bedeutung. Ein wichtiger Grund, die Geschäftsform der Genossenschaft zu wählen, ist die sozial sehr unterschiedliche Zusammensetzung der Mitglieder, für deren Mehrheit nur eine demokratische Entscheidungsstruktur – pro Mitglied eine Stimme – garantieren kann, dass ihre Interessen nicht durch kapitalstärkere Gesellschafter dominiert werden.


Sicherheit und Gleichbehandlung sind in einer Solidargemeinschaft wie der eingetragenen Genossenschaft realisierbar, weil bei dieser die Förderung der Mitglieder und nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht.

 

»Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer (und Frauen) zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.«


Antoine de Saint-Exupéry

Ute Hötzer und Sibylle Schüßler
September 2003